BIESEBRÜCKE

Eine besondere Brücke für einen besonderen Ort

Bauen am Denkmal

Direkt am Südausgang des denkmalgeschützten Krumker Parks liegt die Biesebrücke. Die alte Biesebrücke war eine Stahlbetonbogenbrücke aus dem Jahre 1920 und überführte den Weg zwischen Krumke und Zedau über einen kleinen Fluss, die Biese. Durch die Sichtachsen aus dem Park auf die Brücke und durch die besondere Schlankheit und Proportionen besitzt die Brücke eine besondere Bedeutung für den Park und den umgebenden Landschaftsraum.

Das Bauwerk war aufgrund seines Alters und der damit zusammenhängenden Schäden nicht mehr sinnvoll instand zu setzen. Wesentliche Gestaltungselemente der alten Brücke, zum Beispiel ein rautenförmiges geschmiedetes Geländer, existierten schon seit den 60er Jahren nicht mehr.

Schlanker Bogen

Die für den Standort entwickelte Lösung für den Brückenneubau nimmt durch die Formensprache Bezug zum Bestand auf. Es wurde eine möglichst schlanke Stahlbetonkonstruktion gewählt, die allen Anforderungen an das heutige Bauwerk gerecht wird und mit dem gleichen Baustoff, wie im Bestand errichtet werden konnte.

Aufgrund des Hochwasserschutzes in der Bieseaue war es notwendig, die Brückenunterkante um einen halben Meter anzuheben und die Öffnungsweite zu vergrößern.

Aus diesem Grund wurde das Bauwerk in schlanker Bogenform mit einer kräftigen Einspannung an den Widerlagern auf Bohrpfählen ausgeführt. Die Tragwirkung entspricht der eines Rahmenbauwerkes mit starrer Einspannung im Widerlager. Die Brücke hat im Bogenscheitel eine Konstruktionshöhe von 0,60 m, was einer Schlankheit von L/D = 34 entspricht.

Gute Bauten sind umweltfreundlich

Das Bauwerk fügt sich unaufdringlich in die Landschaft ein, erfüllt die Anforderungen an den Hochwasserschutz, nimmt Bezug zum alten Bauwerk und zum denkmalgeschützten benachbarten Park – less is more.

Breite: 
6,5 m
Höhe: 
3,5 m
Länge: 
20,3 m

Konstruktion:
Bogenbrücke, Stahlbeton

Lage:
am Park in Krumke (Altmark)

Tätigkeiten – Marx Krontal:
Variantenuntersuchung, Entwurf und Genehmigungsststatik; (2010) in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Ende - Krumke